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Schultheater Wolfi-Gäng 2004

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Dornröschen
oder
Warum ist die Ziege ein Pferd?
 

Entstehung

Nach dem Erfolg mit Romeo und Julia im Jahre 2003, der mit einer Mischung aus ehemaligen Wolfi-Gäng Mitgliedern und aktuellen RealschülerInnen erzielt wurde, galt es für das Schuljahr 2003/2004 eine neue Gruppe aufzubauen. Nur eine einzige Mitspielerin der  Romeo&Julia- Produktion blieb übrig und um sie scharte sich eine Gruppe von elf weiteren Theaterinteressierten, so dass sich letztlich 10 Schüler und zwei Mädchen auf das neue Experiment einließen. Dem Wunsch eines jeden Theateranfängers "ein richtiges, ein großes Stück" zu spielen konnte natürlich nicht entsprochen werden, denn es galt zunächst Grundlagenarbeit zu leisten. Dass es am Ende Dornröschen wurde, ist eher dem Zufall zu verdanken.

 

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Ein Märchen, dessen Fabel jeder kennt, lässt sich ohne großen Verständnisverlust leicht verfremden und ist schon aus diesem Grund für eine Schultheatergruppe, die noch in den Kinderschuhen steckt, gut geeignet.

Über Monate hinweg kämpften wir uns an das Stück heran und mussten manchen Rückschlag erleiden. Manch einem Neuling war nur schwerzu vermitteln, warum er seltsame Körperübungen machen sollten, die ganz offensichtlich nichts mit dem Stück zu tun hatten. Andere konnten nicht einsehen, warum der nur kleine Text, trotzdem gelernt werden musste und zu allem Überfluss der Spielleiter völlig humorlos wurde, wenn beliebige Ausreden dafür herhalten sollten, das ewige Zuspätkommen zu entschuldigen oder gar die Proben zu schwänzen usw. usw. Der Großteil der Gruppe allerdings war mit Feuereifer bei der Sache, auch als wir an zwei Wochenenden in der Schule übernachteten und von Freitagmittag bis Samstagmittag - nur von der Schlafenszeit und den von Eltern gesponserten Mahlzeiten unterbrochen - probten.

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 Zum Stück

Dornröschen oder Warum ist die Ziege ein Pferd? zeigt Momente der Entstehung und der Entwicklung eines von einer Schülergruppe gespielten Stückes. Sehr frei geht die Gruppe mit dem Märchen um und versucht doch so nahe wie möglich an einzelnen Szenen zu bleiben. (Wer erkennt z.B. die im Märchen unerlässliche Fliege?)

Die Diskussion, ob nun ein Krebs oder ein Frosch der Königin die Frohbotschaft bringt, stammt aus den unterschiedlichen Angaben in der Urfassung (Krebs) und in der allgemein verbreiteten Fassung (Frosch); dass dieser Widerspruch am Ende in einer ganz eigenwilligen Deutung des Märchens kulminiert, ist nicht nur wegen des aktuellen Theaterbezugs (Edward Albee, Die Ziege oder Wer ist Sylvia, deutschsprachige Erstaufführung im Wiener Akademietheater am 10. Januar 2004) halbwegs konsequent, wenn auch nicht ohne guten Willen von jedermann nachzuvollziehen.

 

 

" …Angriff auf die Ersetzung von wahren durch künstlerische Werte, eine Verurteilung von Selbstgefälligkeit, Grausamkeit, Verweichlichung und Gedankenlosigkeit eine Stellungnahme gegen das Märchen, alles sei in bester Butter in unserem trudelnden Land." (Edward Albee)

 

"Ich hab’s gewusst! Hab ich es nicht gleich gesagt? So ein Krampf!
Das kapiert doch keiner!" (Silvan)

 

"Und so verschlang mein Fluch Heerscharen von Dummköpfen und wird sie weiter
verschlingen! Jahrelang, jahrelang, jahrelang!

(Marisa, die böse Fee)

"An mir liegt es nicht!"

(Lena, die Königin)

 

 

"Na gut! Wenn du ein Kind kriegst …äh …dann … äh ... na gut! Dann haste eins!"

(Mario, der König)

"Ha! Ha! …. Ha!...Ha! Ha!.. Uh! ..Oh! Ein Pferd!"

(Moritz, ein Prinz)

 

Da droben schläft schon viele Jahr/ ein schönes Mädchen wunderbar./
Wir schützen es noch kurze Zeit,/ drum edler Prinz sei jetzt bereit./
Und komm zu uns, tu deine Pflicht,/ auch wenn dich noch kein Hafer sticht."

(Dornenhecke)

Die Darsteller/Innen

Valentin Bentele, 10a am Cello, Fee
Silvan Frick, 7 b Fee, Reporter, Prinz
Mario Gajer, 9 v König, Koch,
Thomas Hörmann, 7 b Diener, Kochlehrling, Fee, Prinz
Marisa Mohr, 9 v böse Fee
Moritz Nitzsche, 7 a Fee, Wächter, Prinz,
René Obermayr, 7 a Fee, Katze
Lena Reischl, 9 v Königin, Dornröschen
Niklas Schertler, 7 a Fee, Wächter, Prinz
Dominik Wilhelm, 7 b Frosch, Fee, Fliege, Prinz

Spielleitung: Wolfgang B. Sutter
Requisite, Maske und Assistenz: Sylvia Grossmann
Technik: Korbinian Sigel, 10b, Christian Schäfer, 7 b,
Simon Sutter, FOS
Musikalische Beratung: Anna Katsikis

Programmillustration Stefan Wisckow, 6a und Claudia Porsche



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