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Schultheater Wolfi-Gäng 2005

frühere Produktionen  -   2004  -   2005  -   2006  -   2007  -   2009  -   Produktion 2010


Fäustchen ist ein Kind vom Faust

Eine Bearbeitung nach Faust, der Tragödie erster Teil von Johann Wolfgang von Goethe

Wolfgang B. Sutter

 



aufgeführt von der Wolfi-Gäng,

einer Theatergruppe der Staatlichen Realschule Lindau

begleitet von der „Kleinen Schulband der RS"

am Mittwoch, dem 04. Mai 2005 bei den Bayer. Theatertagen der
Realschulen in Feucht

am Samstag, dem 07. Mai 2005 im Zeughaus (geschl. Veranstaltung)

am Sonntag, dem 08. Mai 2005, 20 Uhr im Zeughaus
am Donnerstag, dem 12. Mai 2005, 20 Uhr im Zeughaus

Eintritt: Erwachsene 5,00 € - Jugendliche 3,00 €

am Freitag, dem 03. Juni 2005, 10 Uhr im Löwensaal in Lindenberg

und

am Freitag, dem 30. September 2005 um 20 Uhr im Club Vaudeville 


 

Die Darsteller

Faust 1 Fabian Kaspar, 8b

Faust 2 Thomas Hörmann, 8 b

Faust 3 Dominik Wilhelm, 8b

Mephisto Silvan Frick, 8 b

Margarete Lena Reischl, 10v

Herr(in) Lena Reischl, 10v

Erzengel Raphael Rene Obermayr, 8a

Erzengel Michael Thomas Hörmann, 8b

Erzengel Gabriel Dominik Wilhelm, 8b

Wagner Rene Obermayer, 8a

Hexe Lena Reischl, 10v

Frosch Rene Obermayr, 8a

Siebel Patrick Jocham, 7b

Brandner Tobias Holinski, 8b

Valentin Tobias Holinski, 8b

 

Musik:

Benjamin Beck, 10v, Gitarre

Christian Specht, 9a, Keyboard

Thierry Zola, 10b, Bass

Michael Wilhelm, 10b, Drums

Technik (Licht und Ton) Wolfgang Plappert, FOS

Requisite, Regieassistenz, Maske Sylvia Grossmann

Musikalische Leitung Anna Marion Katsikis

Spielleitung Wolfgang B. Sutter


 Zum Stück

Fäustchen

ist ein Kind vom „Faust" ….

So wie der Titel versucht auch das Stück den Eindruck zu vermeiden, als könnten 13- bis 14jährige Schüler das „deutscheste aller deutschen Dramen", wie es schon genannt worden ist, so auf die Bühne bringen, wie es landauf landab die Profis tun. „Faust, der Tragödie erster Teil" von Johann Wolfgang von Goethe kann Thema im Literaturunterricht aller Schularten sein. Warum sollen sich Theater spielenden Schüler nicht auch mit diesem Stoff auseinandersetzen können? Das Stück muss also so bearbeitet werden, dass der Zuschauer dieses Ansinnen einer Schultheatergruppe nicht als Hochstapelei begreift und doch das klassische Drama als durchaus ernst genommen wieder erkennt.

Die Theatergruppe „Wolfi-Gäng" besteht unter diesem Namen seit etwa 17 Jahren als Theatergruppe der Staatlichen Realschule Lindau, die namenlose Vorgängergruppe drei Jahre länger und produziert mit 8 bis 15 theaterbegeisterten Jugendlichen jährlich ein Theaterstück. Der Schwerpunkt der Theaterarbeit lag meist auf dem so genannten selbst erarbeiteten Stück, aber es konnten auch Erfolge mit modernen, z.B. „Picknick im Felde" von Fernando Arrabal, als auch klassischen Einaktern wie „Cleopatra" von August von Kotzebue erzielt werden. Besonders interessant waren aber immer die Produktionen, die sich mit klassischen Stoffen der Theaterliteratur, wie z.B. William Shakespeares „Romeo und Julia", auseinandersetzten.

Dabei geht es – und auch im aktuellen Fall wird das versucht – den schweren Stoff so zu reduzieren, dass der Handlungsstrang beibehalten bleibt ohne Spieler und Zuschauer zu überfordern. Zu den typischen Zuschauern einer Schultheatergruppe gehören naturgemäß auch Schüler, die in der Regel ihre Sehgewohnheiten nahezu ausschließlich aus dem Fernsehen ableiten. Schnell breitet sich bei diesem Zuschauerkreis Langweile und mit ihr Unruhe aus, wenn es nicht gelingt zu fesseln, zumindest zu interessieren. Textpassagen müssen also gestrichen, Dialoge gekürzt und das Ganze in einen dem Zuschauer nachvollziehbaren Rahmen gestellt werden, so dass ein 14jähriger, der den Text eines Mephisto oder eines Faust spricht, glaubhaft wirkt und nicht etwa der Lächerlichkeit preisgegeben wird.

Das war die in der Tradition der Theatergruppe stehende Aufgabe bei unserer Beschäftigung mit dem großen Drama „Faust, der Tragödie erster Teil".


„Marktschreier sind’s gewiss! Ich wette!"

„…was hat ….Faust auf der Realschulbühne verloren?"

„Das also war des Pudels Kern!"

„Die Wette biet ich."

Ich bin „ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft!"

„Ist’s möglich, ist das Weib so schön?"

„Wegen Risiko und Nebenwirkungen lesen sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker."

„Mein schönes Fräulein darf ich’s wagen…?"

 

„…und manches Hexchen findet seinen Teufel…"

„Unter der Schwelle siedet die Hölle!"

„Sie ist gerichtet!"

„Ist gerettet."

 

 

weiter zu früheren Produktionen der Wolfi-Gäng und ihrer Vorgänger